Deutscher Meister 2001, 2012, 2013. Deutscher Vizemeister 2000, 2010, 2011.
Niederrheinmeister 1998 / 1999 / 2001 / 2002 / 2005 / 2006 / 2007 / 2008 / 2009 / 2010 / 2011 / 2012.

Bundesliga 2013

TC BASF Ludwigshafen – TC BW WattExtra Bocholt 0:9

TEC Waldau Stuttgart – TC BW WattExtra Bocholt 3:6

TC BW WattExtra Bocholt – TC BW Berlin 6:3

TC BW WattExtra Bocholt – TC ZWS Moers 08 8:1

TC BW WattExtra Bocholt – ETuF Essen 8:1

M2Beauté Ratingen – TC BW WattExtra Bocholt 1:5

TC BW WattExtra Bocholt damit deutscher Tennis-Mannschaftsmeister 2013!

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TC BW WattExtra Bocholt ist erneut deutscher Meister! 5:1 in Ratingen

Nach längerer Pause im ersten Match für Bocholt erfolgreich: Lucie Safarova in Ratingen. Foto: Horst Andresen

Um 14.18 Uhr hatte Klara Zakopalova im Spitzenspiel gegen Julia Görges den vierten Matchball – und verwandelte ihn. 6:1 und 6:3 und grenzenloser Jubel der Bocholter Fans! Nach schon fünf Einzeln war klar: Der TC BW WattExtra Bocholt ist wieder deutscher Meister. Der zweite Titel in Folge nach 2012 und der dritte seit 2001. "Eine unglaubliche Leistung der Mannschaft. Die guten Spielerinnen muss man erst mal in dieser Stärke auf den Court bekommen, und dann gewinnen sie auch noch. Ich bin unsagbar glücklich", freute sich Coach und Meistermacher Hartmut Bielefeld in Ratingen. Nach nur drei Stunden war der dritte Titel reif für die Geschichtsbücher!

 

 

Nach dem 5:0 spielte Irina Begu ihr Einzel noch zu Ende. Sie verlor im allgemeinen Siegestaumel gegen Sesil Karatantcheva 2:6, 1:6. So stand das offizielle Ergebnis von 5:1 für Bocholt fest. Nach der Siegerehrung wurde lediglich noch ein Show-Doppel mit einem Satz gespielt. 

• Und einer der ersten Gratulanten zur dritten deutschen Meisterschaft des TC BW WattExtra Bocholt war Jürgen Faßbender, früherer Davis-Cup-Spieler und im Viertelfinale von Wimbledon. "bocholt war früher weißer Fleck auf der Tennislandkarte. Jetzt ist Bocholt in aller Munde. Herzlichen Glückwunsch", gratulierte der erfolgreichste deutsche Davis-Cup-Spieler Bocholts Coach Hartmut Bielefeld.

Ratingens Teamchefin Barbara Rittner anerkannte: "Bocholt hat verdient gewonnen und hat die besseren Spielerinnen auf den Court gebracht. Klara Zakopalova hat einen Traumtag erwischt. Wenn sie so spielt, wie sie heute gespielt hat, dann hat Julia Görges nach ihrer Verletzungspause praktisch keine Chance."

Julia Görges war es wichtig gewesen, endlich wieder verletzungsfrei spielen zu können, lobte allerdings auch das starke Spiel ihrer Gegnerin. "Ich hoffe, bald wieder meine volle Leistungskraft zu erhalten. Jetzt geht es zum Turnier nach Nürnberg."

Zwangspause auf der Autobahn

Der Tag hatte zunächst schlecht begonnen für Bocholt: Vor Breitscheid war das Team in einen Autobahnstau geraten. Mehr als eine halbe Stunde ging nichts mehr, absoluter Stillstand vor dem Kreuz Breitscheid nach einem vorangegangenen schweren Unfall. "Doch meine Mädels waren so sehr voller Tatendrang, dass sie ausgestiegen sind und auf der Autobahn Schlagtraining vollführt haben. Schnell hatte sich herumgesprochen, dass wir als deutscher Meister zum Endspiel mussten. Mit knapp einstündiger Verspätung waren wir, zum Glück rechtzeitig, in Ratingen", erklärte Coach Hartmut Bielefeld nach dem Titelgewinn den Vorfall von der morgendlichen Zwangspause (Foto von Oberschiedsrichter Carsten Nothnick, der auch im Stau festsaß).

 

Kiki Bertens sorgt für die schnelle Führung

Kiki Bertens war zu Beginn dieses Finalspieltages die Schnellste gewesen: Die Holländerin spielte beim Finale um die deutsche Meisterschaft zwischen M2Beauté Ratingen und dem TC BW WattExtra Bocholt den Titelverteidiger mit 1:0 in Führung. Anschließend erhöhten Lucie Safarova und Alexandra Cadantu in einem hochspannenden Spielt auf 3:0 für den Titelverteidiger.

 

 

Kiki Bertens ließ der ehemaligen deutschen Fed-Cup-Spielerin Tatjana Malek (jetzt verheiratete Maria) keine Chance. Der erste Satz ging schnell mit 6:0 an die 57. de Weltrangliste, den zweiten Durchgang beherrschte sie nach einem frühen 1:3, glich zum 3:3 aus und gewann schließlich 6:4.

Erleichterung im Bocholter Team, das von etwa 200 Bocholter Fans unterstützt wird. Sie hatten sich schon bei der Begrüßung mit Anfeuerungsrufen und Fahnen bemerkbar gemacht. Ein Teil war zuvor im Stau auf der Autobahn vor dem Breitscheider Kreuz hängengeblieben, als mehr als eine halbe Stunde nichts gegangen war.

Gut 1200 Zuschauer bevölkerten die Anlage am Götschenbeck im Nordosten der 80.000-Einwohnerstadt Ratingen. Die Mannschaft M2Beauté im TC Grün-Weiß war vor zwei Jahren aufgestiegen und lieferte sich schon im Vorjahr ein packendes Titelrennen. Am finalen Spieltag gewann Bocholt auf eigener Anlage vor knapp 3000 Fans knapp mit 5:4 und holte sich nach dem Titelgewinn 2001 zum zweitenmal die deutsche Meisterschaft. 2010 und 2011 hatte es zwei Vizemeisterschaften gegeben, im Jahr 2000 bereits die erste.

Die tschechische Fed-Cup-Weltmeisterin Lucie Safarova spielte erstmals in dieser Saison für WattExtra Bocholt – und biss sich im ersten Satz durch. Nach anfänglichem Rückstand kam sie gegen Stefanie Vögele, auch frisch von den French Open aus Paris nach Ratingen geeilt, immer besser ins Match und machte aus einem 5:5 einen 7:5-Sieg. Auch der zweite Satz in diesem Match mit Weltklassespielerinnen war völlig offen – bis zum 3:3. Dann setzte sich die Bocholter Nummer zwei mehr und mehr durch und machte den Sack zum 6:3 zu. Zwischenzeitliche 2:0-Führung.

Im Topspiel kam es zur Partie zwischen der deutschen Nummer zwei (hinter Angelique Kerber) Julia Görges und Bocholts Topspielerin Klara Zakopalova, die seit 2008 noch kein Match für Bocholt verloren hat. Ratingen konnte in dieser Saison erstmals Julia Görges einsetzen. Im Aufgebot fehlte dagegen die deutsche ehemalige Nummer eins, Andrea Petkovic. Sie bestritt ein Show-Turnier im westfälischen Halle. Dort beginnen am Montag die großen Gerry-Weber-Open.

Im dritten Einzel gab es einen Sieg nach großer kämpferischer Leistung von Alexandra Cadantu. Sie spielte an sechs in der ersten Einzelserie gegen die erfahrene Greta Arn und verlor Satz eins 3:6. Im zweiten Durchgang schmiss die Bocholterin die Partie und gewann 7:5. Danach folgte ein nervenaufreigender Match-Tiebreak, in dem es laufend Gleichstände gab. Schließlich setzte sich die Bocholterin glücklich mit 13:11 (!) durch. Das war der dritte Punkt für Bocholt!

Den vierten holte Alizé Cornet im Schnelldurchgang gegen die Luxemburgerin Mandy Minella mit 6:2 und 6:2. Mit konzentriertem Spiel ließ die Französin von Anfang an keinen Zweifel daran, dass sie im zweiten Einsatz für Bocholt in dieser Saison den Sieg einfahren wollte. Und so geschah es.

Zeitgleich spielte vor 1200 Zuschauern auf dem Centrecourt Klara Zakopalova im Topspiel gegen Julia Görges. Gejubelt wurde nur von den Bocholter Fans, die zwischenzeitlich Weltklassetennis sahen – vor allem von der Bocholterin. Sie brachte ihr schnelles Spiel durch gegen eine Julia Görges, die nach Handverletzung und Trainingspause offenbar noch nicht wieder richtig in Form war. Nach einem 6:1 für Zakopalova wehrte sich die Ratingerin im zweiten Durchgang. Doch der Gesamtsieger stand fest: Klara Zakopalova holte den entscheidenden fünften Einzelpunkt für Bocholt. Das war um 14.18 Uhr die deutsche Meisterschaft! So früh hatte sie im Bocholter Team keiner erwartet.

 

M2Beauté Ratingen – TC BW WattExtra Bocholt 1:5

Einzel

Julia Görges – Klara Zakopalová 1:6, 3:6

Stefanie Vögele – Lucie Safarova 5:7, 3:6

Mandy Minella – Alizé Cornet 2:6, 2:6

Tatjana Malek (Maria) – Kiki Bertens 0:6, 4:6

Sesil Karatantcheva – Irina Begu 6:2, 6:1

Greta Arn – Alexandra Cadantu 6:3, 5:7, 11:13

Doppel nicht gespielt, gegenseitiger Verzicht.

Offizielles Endergebnis: 5:1 für Bocholt.

 

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